Aktuelles

vom 17. September 2020

Bürgerpreis für Seniorenbüro 2019 – Unterstützte Projekte 2020 und Aufgaben für 2021

Bürgerpreis

Die Bürgerstiftung hat den Bürgerpreis 2019 an das Seniorenbüro Rastatt vergeben. Der mit Euro 500,00 dotierte Preis wurde durch den Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Björn Sucher, an Hans Fitzek übergeben, der seit 2003 das Seniorenbüro leitet.

Mit der Vergabe will die Bürgerstiftung das langjährige Engagement der im Seniorenbüro engagierten Ehrenamtlichen würdigen, erläutert Björn Sucher die Entscheidungsfindung. Das Organisationsteam um Hans Fitzek und seine Stellvertreterin Ingrid Jambor habe ein äußerst vielfältiges und attraktives Angebot für Menschen im aktiven Alter entwickelt. Es umfasse Sprach- und Malkurse, Gymnastik, Chor, Theater- und Kinobesuche, Tanztee, Besichtigungen in Rastatt und vieles mehr. In den mehr als 15 Jahren seines Bestehens ist das Seniorenbüro eine feste Größe bürgerschaftlichen Engagements in Rastatt geworden, so Björn Sucher. Eine absolute Erfolgsgeschichte, die auch durch die Stadt Rastatt unterstützt wird: seit Juli 2018 kann das Seniorenbüro das Bürgerforum im Rossi-Haus als Mittelpunkt und Motor nutzen.

Hans Fitzek betont die Bedeutung des Miteinander für das Angebot des Seniorenbüros. Nur im Team könnten die vielen Angebote realisiert werden. Daher ist ihm die Benennung der Mitglieder des Organisationsteams ein besonderes Anliegen. Es sind dies: Maritta Beiter, Ute Beltermann, Ingrid Jambor, Gabriele Mangold, Ruth Scherer, Ursula Uhrig, Kati Waldner und Lilli Wall.

Im Jahr 2020 mussten die Aktivitäten des Seniorenbüros an die Coronabedingungen angepasst werden, bedauert Hans Fitzek. Viele Veranstaltungen konnten in Zeiten des Lockdowns nicht umgesetzt werden. Für die Zeit danach sei das Team jedoch hoch schon motiviert.

Unterstützte Projekte

Die Pandemie habe nicht nur Einfluss auf die Arbeit des Seniorenbüros gehabt, informiert Björn Sucher weiter. Auch viele andere Vereine und Projektträger, welche die Bürgerstiftung in den vergangenen Jahren regelmäßig unterstützt habe, seien stark betroffen gewesen. Dennoch seien auch im Jahr 2020 viele Anträge eingegangen. Die Bürgerstiftung konnte unter anderem bei der Finanzierung folgender Initiativen mitwirken:

  • Publikation der Biografie von Herrn Stimmler, mit dem Schwerpunkt seiner Erinnerungen an die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, welche er in Rastatt erlebte
  • Erwerb von Instrumenten für die Bläser-Klasse an der August-Renner-Realschule
  • Erwerb eines Kugelbads zu therapeutischen Zwecken für das Autismuszentrum Mittelbaden Kom mit e.V.
  • Behelfsmaskeninitiativen des DRK Ortsverbands Rastatt und von Frau Flackus
  • Clevere Spürnasen im Netz, ein Angebot für Grundschüler zur Sensibilisierung beim Umgang mit dem Internet (Antrag des Fördervereins der Hans-Thoma-Schule)
  • Konfliktlösungstraining für Schüler der Augusta-Sibylla-Schule (Antrag des Fördervereins)

Aufgaben für 2021

Wie die Stiftung berichtet, zeichnen sich für das Jahr 2021 bereits weitere Aufgaben ab:

In Gesprächen mit Vertretern der Rastatter Schulen sei deutlich geworden, wie stark Schulkinder von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen sind. Die Monate vor den Sommerferien waren geprägt vom sog. „Homeschooling“. Viele Schulkinder konnten nicht in ausreichendem Maße am Unterricht teilhaben. Besonders getroffen habe es auch Schüler der ersten Klassen. Diese Kinder befinden sich noch im Leselernprozess, welcher am besten im Klassenverband bewältigt werden könne, so die Rückmeldung von den Grundschulen.

Wir würden gerne einen Beitrag leisten, um die aktuelle Situation erträglicher zu machen, berichtet Sucher. Die Stiftung überlege daher, eine Art Bildungsgutschein zur Verfügung zu stellen oder LTE-Sticks an Familien zu vergeben, deren Kinder ansonsten gar nicht am Homeschooling teilnehmen können. Da für solche Fälle keine öffentlichen Mittel vorgesehen sind, sei man auf Hilfe von privater Seite angewiesen.

Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase reichten die Erträgnisse aus dem Stiftungsvermögen der Bürgerstiftung allerdings nicht aus, um entsprechende Projektideen umzusetzen, so Sucher.  Der Stiftungsvorstand bittet die Rastatterinnen und Rastatter daher: „Unterstützen Sie unsere Stiftung mit einer Spende. Dann kann die Bürgersitftung im nächsten Jahr erneut einen wertvollen Beitrag zum Wohle unserer Bürgerschaft leisten.“ (Bankverbindungen der Bürgerstiftung Rastatt: Volksbank Baden-Baden Rastatt eG IBAN DE70 6629 0000 0057 3550 00 / Sparkasse Rastatt-Gernsbach IBAN DE29 6655 0070 00002305 40).

vom 17. September 2020

Bürgerstiftung trifft Bürgervereine

Auf Einladung der Bürgerstiftung haben sich Vertreter der Rastatter Bürgervereine mit dem Vorstand der Bürgerstiftung getroffen, um über eine künftige Zusammenarbeit zu sprechen. Wir wollen ausloten, ob und wie wir die Bürgervereine bei ihrer Arbeit unterstützen können, fasst Björn Sucher, der Vorsitzende der Bürgerstiftung, die Initiative zusammen. Gabi Hüttner vom Bürgerverein Gartenstadt Zay begrüßt die Möglichkeit, sich auszutauschen und ein Netzwerk zu bilden. Übereinstimmend beschreiben die Vertreter der Bürgervereine, dass vor allem die Einbeziehung neuer Stadtteilbewohner eine große Herausforderung ist. Hansjörg Müller vom Bürgerverein Ludwigvorstadt wünscht sich beispielsweise, baldmöglichst die Neubürger auf dem Joffre-Areal im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf die Aktivitäten seines Vereins aufmerksam machen zu können. Die Corona-Pandemie hat den Plänen bislang jedoch im Wege gestanden. Es wäre toll, wenn es gelingen würde, mehr Bürger für ein Engagement in den Vereinen der Stadtteile zu begeistern, erklärt auch Bernd Strang vom Bürgerverein Georgenvorstadt. Es stelle vor allem eine Herausforderung dar, jüngere Menschen zu gewinnen. In der Rheinau wird derzeit ein städtisches Projekt zum Nachbarschaftsdialog durchgeführt, berichtet Christopher Hell vom Bürgerverein Rheinau. Er könne sich vorstellen, dass die Bürgerstiftung mithilft, die sich aus dem Projekt ergebenden Initiativen auch nach dem Auslaufen der öffentlichen Förderung mit Leben zu füllen. Eine spontane Projektidee für die Bürgerstiftung hatte Hansjörg Müller: auf den Wegen von den Stadtteilen in die Innenstadt fehle es häufig noch an Sitzgelegenheiten. So könnte beispielsweise die Errichtung weiterer Bänke vor allem für Senioren eine Erleichterung bringen. Michael Weck vom Bürgerverein Gartenstadt Zay brachte schließlich die Idee auf, ob die Bürgerstiftung in einem ersten Schritt dabei unterstützen könnte, eine Info-Seite über die Bürgervereine der Stadt einzurichten. Diesen Vorschlag greift die Bürgerstiftung nun auf. Die Seite wird in kompakter Form über die Ziele und Aktivitäten der Bürgervereine informieren und die jeweiligen Ansprechpartner vorstellen. Jürgen Rast vom Vorstand der Bürgerstiftung hat die Ideen des Abends in einem Projektpapier zusammengefasst, dass allen Bürgervereinen zu Verfügung gestellt wird. Darauf aufbauend können die Vereine weitere Kooperationsvorschläge entwickeln. Die Teilnehmer verabredeten, sich künftig zweimal im Jahr zusammenzufinden. Das nächste Treffen ist Anfang 2021 geplant.

Im Bild v.l.n.r.: Björn Sucher, Bernd Strang, Hansjörg Müller, Michael Weck, Christopher Hell und Gabi Hüttner